MRT-Fusionsbiopsie

Zielgerichtete Probenentnahme zur Feststellung von Prostatakarzinomen

Um eine Prostatakrebs-Erkrankung gesichert feststellen und aktiv überwachen zu können, ist eine Gewebsentnahme erforderlich. Klassischerweise erfolgt diese gemäß Schema, da Ultraschall-Untersuchungen eine präzise Darstellung der betroffenen Regionen nicht ermöglichen.

Mit der MRT-Fusionsbiopsie biete ich die gezielte Gewebeentnahme auf Basis eines vorab durchgeführten MRT der Prostata an. Damit können tumorverdächtige Bereiche zuverlässiger erkannt und biopsiert werden.

Durchführung der MRT-Fusionsbiopsie

Ich führe die MRT-Fusionsbiopsie transrektal (über den Darm) oder perineal (über den Damm) durch. Vom Eingriff nimmt der Patient dank Kurznarkose nichts wahr.

Vor Durchführung werden die Aufnahmen der Magnetresonanztomographie mit den Ultraschallaufnahmen der Prostata zusammengeführt und abgeglichen. Die 3D-Biopsie erfolgt somit exakt und ausschließlich in verdächtigen Bereichen. Die entnommenen Proben werden in unserem Labor untersucht.

Vorbereitung auf die MRT-Fusionsbiopsie

  • Blutverdünnende Medikamente (wie Marcoumar, Eliquis, Xarelto, etc.) müssen vor dem Eingriff abgesetzt werden. Andere Medikamente (darunter auch ThromboAss) können normal eingenommen werden.

  • Da es sich um einen Eingriff in Kurznarkose handelt, müssen Sie für die Durchführung nüchtern sein.

Nach Durchführung der Biopsie

  • Vermeiden Sie für einige Tage schwere und anstrengende körperliche Tätigkeit.

Das Wichtigste auf einen Blick

Eingriffsdauer
ca. 20 min

Betäubung
Kurznarkose

Klinikaufenthalt
tageschirurgisch oder 1 Nacht

Arbeitsunfähigkeit
1-2 Tage

Befundbesprechung
nach 3-5 Tagen

FAQ

Welche Beschwerden können nach der Biopsie auftreten?

Nach einer Biopsie können Blutbeimengungen in Urin und Ejakulat auftreten. Außerdem gehören Blutergüsse im Dammbereich zu den häufigen, aber harmlosen Nebeneffekten. Sie verschwinden binnen weniger Tage.

Wie lange muss ich auf den finalen Befund warten?

Die Befunde liegen binnen 3-5 Tagen vor und werden anschließend mit Ihnen besprochen.

Wie zuverlässig ist die MRT-Fusionsbiopsie in der Erkennung von Prostatakarzinomen?

Die MRT-Fusionsbiopsie ist eine der modernsten und zuverlässigsten Methoden, Prostatakarzinome nachzuweisen. Durch Einsatz der Magnetresonanztomographie wird Prostatakrebs häufiger erkannt als bei herkömmlichen Verfahren.

Welche Komplikationen sind möglich?

Komplikationen treten bei dieser Methode sehr selten auf. Es kann jedoch zu leichten Blutungen und in Einzelfällen Infektionen kommen.

Übernehmen Krankenkasse und/oder Privatversicherung die Kosten für die MRT-Fusionsbiopsie?

In der Regel werden die Kosten von den österreichischen Krankenkassen und Privatversicherungen getragen.

Wo wird die Gewebeentnahme durchgeführt?

Ich biete MRT-Fusionsbiopsien in der Privatklinik Confraternität in Wien an.

Beratungstermin vereinbaren

Gerne nehme ich mir Zeit, um Ihre Fragen zur MRT-Fusionsbiopsie zu beantworten.