Ballondilatation mittels Optilume® und Optilume® BPH

Schonende Behandlung der Harnröhrenstriktur und der benignen Prostatahyperplasie (BPH)

Das innovative Optilume®-Verfahren ermöglicht eine besonders schonende und effektive Behandlung von Harnröhrenstrikturen. Das Verfahren eignet sich für die Behandlung erstmaliger und wiederkehrender Harnröhrenenge und kann auch im Falle komplexer Strikturen angewandt werden.

Mit dem Optilume® BPH System steht außerdem eine neue, effektive und minimal-invasive Behandlungsmethode für die gutartige Prostatavergrößerung zur Verfügung, die eine deutliche und anhaltende Verbesserung des Beschwerdebilds bei Erhalt der sexuellen Funktion ermöglicht.

Anwendung der Optilume®-Methode bei Harnröhrenstrikturen

Der zarte medikamentenbeschichtete Ballon wird mittels Zystoskop durch die Harnröhre über die gesamte Engstelle geführt und dort langsam mit einer Natrium-Chlorid-Lösung gefüllt, um die Striktur sanft aufzudehnen. Im Zuge dieses Prozesses entstehen zarte Mikrofissuren in der Schleimhaut, über die die Aufnahme des Medikaments von der Oberfläche des Ballons erfolgt. Nach Abschluss dieses Transfers wird der Ballon entblockt und aus der Harnröhre entfernt. Die Durchführung erfolgt unter leichter Sedierung des Patienten und ist binnen 20 Minuten abgeschlossen. Da auf die Einlage eines Katheters in der Regel verzichtet werden kann, ist es in den meisten Fällen möglich, die Klinik noch am selben Tag zu verlassen.

Anwendung von Optilume® BPH zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung

Auch die Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH) erfolgt über das Einführen eines medikamentenbeschichteten Ballons über die Harnröhre. Ist die richtige Platzierung in der Prostata erreicht, wird der Ballon aufgeblasen, um die Verengung gezielt aufzudehnen und feine Risse im oberen Teil der Prostata zu erzeugen. Über diese wird das Medikament Paclitaxel aufgenommen, das Narbenbildung und Gewebewachstum hemmt. Anschließend wird der Ballon wieder über die Harnröhre entfernt. Die Durchführung erfolgt – zusammen mit dem anschließenden Setzen des Katheters – unter leichter Sedierung. Da der Katheter in der Regel nach 24 Stunden wieder entfernt werden kann, ist lediglich mit einem kurzstationären Aufenthalt zu rechnen.

Vorbereitung auf das Optilume®- bzw. Optilume® BPH-Verfahren

  • Durchführung wesentlicher Voruntersuchungen (wie Uroflow-Messung), sofern diese Befunde nicht bereits erhoben wurden

Nach der Behandlung

  • Das Optilume® BPH-Verfahren erfordert die Einlage eines Dauerkatheters, der in der Regel nach 24 Stunden entfernt werden kann.
  • Im Anschluss an den Eingriff wird körperliche Schonung empfohlen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Therapiedauer
ca. 20-minütiger Eingriff

Betäubung
leichte Sedierung

Klinikaufenthalt
ambulant bzw. kurzstationär

Arbeitsunfähigkeit
3–7 Tage

FAQ

Allgemeine Fragen

Ist die Behandlung mittels Optilume®-Ballondilatation schmerzhaft?

Da das Verfahren in Sedierung (Kurznarkose) durchgeführt wird, müssen Sie keine Schmerzen fürchten.

Warum wird Paclitaxel eingesetzt?

Das Zystostatikum Paclitaxel ist ein langjährig bewährtes Präparat, wenn es um die Hemmung von Zellvermehrung geht. Im Rahmen des Optilume®- bzw. Optilume® BPH-Verfahrens wird es eingesetzt, um Narbenbildungen vorzubeugen. Herstellungsbasis des Medikaments ist die Rinde der Pazifischen Eibe (Taxus brevifolia).

Übernehmen Krankenkasse und/oder Privatversicherung die Kosten für die Behandlung?

Hinsichtlich der Kosten und möglicher Erstattungswege beraten wir gerne persönlich.

Fragen zur Anwendung von Optilume® bei Harnröhrenstriktur

Wie lange dauert es bis zum Wirkungseintritt?

Das Verfahren ermöglicht eine sofortige Linderung des Beschwerdebilds.

Wie erfolgreich ist die Optilume®-Methode?

Die Rezidivrate, also die Chance des erneuten Auftretens der Grundbeschwerden, ist vergleichsweise gering. Studien belegen den langfristigen Erfolg bei rund 75% der behandelten Patienten.

Ist Optilume® für jeden Patienten geeignet?

Die Entscheidung, welches Verfahren zur Behandlung einer Harnröhrenverengung angewandt wird, ist immer individuell zu treffen. Das Optilume®-Verfahren eignet sicher aber grundsätzlich für viele Patienten, denn es ermöglicht die erstmalige und wiederholte Behandlung von Strikturen.

Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen?

Das Optilume®-Verfahren ist besonders schonend und sanft, dennoch können – wie bei jedem medizinischen Eingriff – Nebenerscheinungen auftreten. Dazu zählen in seltenen Fällen Harnwegsinfektionen, Blutungen und Blutergüsse bzw. Probleme beim Urinieren.

Fragen zur Anwendung von Optilume® BPH bei Prostatavergrößerung

Ist Optilume® BPH für alle Patienten mit Prostatahyperplasie geeignet?

Das Optilume® BPH-Verfahren ist grundsätzlich für Patienten geeignet, die unter benigner Prostatahyperplasie leiden. Ob dieses Behandlungsverfahren das für Sie passende ist, klären wir in einem individuellen Termin.

Wie lange dauert es, bis eine Wirkung eintritt?

Die Ballondilatation ermöglicht eine unmittelbare Besserung des Beschwerdebilds der gutartigen Prostatavergrößerung. Die Wirkung wird bereits nach Entfernung des Katheters deutlich.

Wie erfolgreich ist die Optilume® BPH-Methode?

Die Studienlage bescheinigt dem Verfahren eine durchaus nachhaltige Wirkung: Dazu gehört  die deutliche Verbesserung des maximalen Harnflusses schon ab dem ersten Jahr nach Durchführung.

Welche Vorteile bietet die Behandlung mit dem Optilume® BPH-Verfahren?

Optilume® BPH ist ein neues, innovatives Verfahren, das den Erhalt der sexuellen Funktion ermöglicht. Die kurze, schonende Durchführung und die rasche Entfernung des eingelegten Katheters gehören ebenfalls zu den Vorzügen der Methode.

Mit welchen Risiken ist die Durchführung verbunden?

Das Optilume® BPH-Verfahren ermöglicht eine extrem schonende Behandlung der Prostatahyperplasie. Wie bei allen medizinischen Eingriffen können allerdings Nebenerscheinungen auftreten. Dazu gehören vorübergehende Spannungsgefühle aufgrund der durchgeführten Dehnung oder kurzfristiges Auftreten von Blut im Urin (Hämaturie).

Beratungstermin vereinbaren

Gerne nehme ich mir Zeit, Ihre Fragen zum Einsatz der Optilume®-Methode bei Harnröhrenverengung oder Prostatavergrößerung zu beantworten.